Suche in allen Kategorien
| Kriterium | Richtung | |
|---|---|---|
| 1 Sortierung | Relevanz | Absteigend |
| 2 Sortierung | ||
| 3 Sortierung | ||
| 4 Sortierung |
DR
Lip
Der Zögling Tjaz und Nachschrift
Lipus, Florjan, 2016| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-99027-009-7 |
| Verfasser | Lipus, Florjan
|
| Beteiligte Personen | Handke, Peter [Übers.]
|
| Beteiligte Personen | Hafner, Fabjan [Hrsg.]
|
| Beteiligte Personen | Mracnikar, Helga [Übers.]
|
| Beteiligte Personen | Strutz, Johann [Übers.]
|
| Systematik | DR - Romane, Erzählungen, |
| Interessenskreis | Moderne Literatur |
| Verlag | Jung und Jung |
| Ort | Salzburg [u.a.] |
| Jahr | 2016 |
| Umfang | 323 S. |
| Altersbeschränkung | keine |
| Auflage | 2. Aufl. |
| Reihe | Österreichs Eigensinn |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Florjan Lipus. Peter Handke ; Helga Mracnikar ; Johann Strutz. Fabjan Hafner |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Renate Langer; Neuauflage eines autobiografisch fundierten Internatsromans aus den 1970er Jahren, erweitert um eine "Nachschrift" des Autors. (DR) Der aus einer armen slowenischen Familie stammende Zögling Tja fügt sich nicht ins Regelwerk des Internats ein, beschädigt mutwillig Gegenstände und verbringt die Nächte außer Haus bei einem Mädchen. Zur Strafe wird er von der Schule verwiesen. Kurz danach begeht er Selbstmord. Ein Mitschüler wird beauftragt, über den Toten einen Bericht zu verfassen, und interviewt zu diesem Zweck dessen Freundin und einen kirchlichen Erzieher. So einfach ließe sich die Handlung dieses Romans zusammenfassen. Doch viel wichtiger als das Geschehen ist die bildkräftige, rhythmische Sprache. Sie entfaltet einen Sog, der beim Lesen mitreißt, gleichgültig, ob es um Tjas surreal anmutende Zerstörungsaktionen geht oder die seitenlang ausgewalzte Heimordnung, die jeden Handgriff regelt und insbesondere den erwachenden fleischlichen Trieben einen Riegel vorschieben soll. Florjan Lipu besuchte das Knabenseminar in Tanzenberg und ist damit einer von vielen österreichischen Autoren und Autorinnen, die prägende Jahre in solchen meist von katholischen Orden geführten Zuchtanstalten verbrachten, da es bis in die 1970er Jahre auf dem Land kaum Gymnasien gab. Wie Barbara Frischmuth, Thomas Bernhard, Josef Haslinger, Wolf Haas und etliche andere hat auch der 1937 geborene Kärntner Slowene seine Internatszeit literarisch verarbeitet. Die "Nachschrift", die hier erstmals auf Deutsch zu lesen ist, beleuchtet den im Roman nur am Rande erwähnten Familienhintergrund des Autors wie seines Protagonisten: Während sein Vater in der Wehrmacht diente, unterstützte seine Mutter die Partisanen und wurde deshalb im KZ ermordet. Dass dieser Roman 45 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung noch immer zu fesseln vermag, ist nicht zuletzt den kongenialen Übersetzern zu verdanken, darunter Peter Handke, der ebenfalls Zögling in Tanzenberg war, und der kürzlich verstorbene Fabjan Hafner, der für die Neuausgabe ein informatives Nachwort verfasst hat. |
Leserbewertungen
Es liegen noch keine Bewertungen vor. Seien Sie der Erste, der eine Bewertung abgibt.
Eine Bewertung zu diesem Titel abgeben