Der Duft von Grün

Sharon, Pamela, 2024
Verfügbar Ja (1) Titel ist in dieser Bibliothek verfügbar
Exemplare gesamt 1
Exemplare verliehen 0
Medienart Buch
ISBN 978-3-7725-3116-3
Verfasser Sharon, Pamela Wikipedia
Beteiligte Personen Burkhardt, Christiane Wikipedia
Systematik DR - Romane, Erzählungen,
Interessenskreis Für junge Erwachsene, Krankheit-Tod
Schlagworte Blindheit, Weibliche Jugend, Männliche Jugend
Verlag Verlag Freies Geistesleben
Ort Stuttgart
Jahr 2024
Umfang 236 S.
Altersbeschränkung keine
Auflage 1. Aufl.
Sprache deutsch
Verfasserangabe Pamela Sharon. Christiane Burkhardt
Annotation Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Autor: Tina Reiter;
Seitenweise 2024
Das Gelbe vom Ei, Alles im grünen Bereich, Das Blaue vom Himmel lügen, Rot werden unsere Sprache kennt viele Metaphern und Redewendungen mit Farben, um die Welt, um Gefühle, um Geschehnisse zu beschreiben. Für die 16-jährige Raven müsste die Welt eigentlich ausschließlich schwarz sein. Sie ist blind. Doch eine Stärke dieses Jugendromans ist es, dass die Wahrnehmung der Ich-Erzählerin sehr detailreich und genau geschildert wird. Wo bei Büchern mit sehenden Protagonist:innen Räume, Umgebungen oder Personen primär über visuelle Merkmale beschrieben werden, kommen hier die anderen Sinne zum Einsatz. Raven assoziiert Situationen, Menschen, Orte mit dem, was sie spürt (Wind, Temperaturen, Texturen, ), über die auditive Ebene, über Geschmack, über die damit verknüpften Emotionen und Erlebnisse und vor allem über Gerüche. So wird das titelgebende Grün folgendermaßen beschrieben: Grün ist meine absolute Lieblingsfarbe. Das Grün von frisch gemähtem Gras, vom Zirpen der Grillen in unserem Garten oder vom ohrenbetäubend lauten Quaken der Frösche im schlammigen Wassergraben hinterm Haus. Der Geschmack von Minze und frischen Äpfeln. Grün ist die Farbe des Neuanfangs, []. Bei ihrer Weltwahrnehmung bekommt Raven Unterstützung von ihrer besten Freundin May-Lin, die für sie die visuelle Ebene übersetzt. Ihre Beziehung ist aber ansonsten erfrischend gleichwertig und unterscheidet sich nicht von anderen Teenagerfreundschaften: Sie gehen gemeinsam zur Schule, auf Partys, shoppen, sie lachen, streiten und versöhnen sich wieder. Doch dann kommt der Einschnitt: May-Lin wird bei einem Unfall getötet, alles wird wieder schwarz für Raven. Beim langsamen Weg heraus hilft eine Zufallsbekanntschaft, ein Junge, den May-Lin bei einer früheren Begegnung als braunes Käsesandwich beschrieben hatte. Doch Raven kann mehr in ihm sehen und auch Rowan ist neugierig auf das Mädchen hinter der Behinderung und behandelt sie weder anders, noch bevormundet er sie (wie das zum Beispiel ihre Mutter immer wieder aus Sorge tut). Die Hindernisse, die dieser aufkommenden Liebe in den Weg gelegt werden, wirken durchaus ein wenig dick aufgetragen und manches oberflächlich, eine lohnende und mitreißende Lektüre ist dieser Jugendroman dennoch, gibt er doch einen Einblick in eine entgegen allen Stereotypen bunte Welt.

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