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DR
Gre
Halbe Leben : Roman
Gregor, Susanne, 2025| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-552-07523-8 |
| Verfasser | Gregor, Susanne
|
| Systematik | DR - Romane, Erzählungen, |
| Interessenskreis | Moderne Unterhaltung |
| Verlag | Paul Zsolnay Verlag |
| Ort | Wien |
| Jahr | 2025 |
| Umfang | 188 S. |
| Altersbeschränkung | keine |
| Auflage | 1. Aufl. |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Susanne Gregor |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Verena Wiesner; In Susanne Gregors neuem Roman steht das Thema der 24-Stunden-Pflege im Zentrum. (DR) Der Roman beginnt mit einem Knalleffekt, der nicht unbedingt notwendig gewesen wäre: Klara, die für ihre Mutter eine Pflegerin engagiert hat, ist bei einer Wanderung abgestürzt. Dabei war nur die slowakische Pflegerin Paulina, die die Rettungskette sehr langsam in Gang setzte. Was folgt, ist keine Kriminalgeschichte, sondern ein feinfühliger Roman über zwei Frauen im selben Alter, die beide zwischen ihrer Familie und dem Beruf zerrissen sind: Klara, weil sie sich mehr in der Karriere- statt in der Mutterrolle wohlfühlt, und Paulina, weil sie auf das Geld angewiesen ist und ihre Söhne während ihrer Abwesenheit in der Obhut von deren Großmutter sind. Zunächst kommt es zu einer fast freundschaftlichen Annäherung zwischen Paulina und Klaras Familie. Paulina macht nicht nur ihren Job, sondern verwöhnt die ganze Familie mit ihren Kochkünsten. Alle mögen Paulina. Doch schon bald entgleitet die Beziehung, die ja trotz der Selbstständigkeit der Pfleger einem Dienstverhältnis ähnelt und somit ein Machtgefälle aufweist, in ein Ungleichgewicht. Dieses gipfelt darin, dass Paulina ihre Heimfahrt um ein paar Tage verschieben muss, weil Klara mit ihrem Mann zu einem Wellness-Wochenende aufbrechen will und der Pfleger, der sich mit Paulina abwechselt, nicht rechtzeitig seinen Dienst antreten kann. Dabei sollte doch Klara verstehen, dass Paulina nach Hause muss, denn einer ihrer zwei Söhne ist nach einer Schlägerei im Krankenhaus. Und auch der andere Sohn braucht sie, ist er doch in ihrer Abwesenheit zum Bettnässer geworden. Psychologisch scharfsinnig porträtiert Gregor ihre Figuren, denen sie in einer personalen Erzählperspektive folgt und dadurch ihre Gedanken, Träume und ihre Gefühlswelt offenlegt. Man erfährt dadurch, dass dieselbe Situation sehr unterschiedlich erlebt werden kann. Susanne Gregor gelingt es, in einer unprätentiösen und präzisen Sprache der Frage nachzuspüren, wie es sich anfühlt, im Zwei-Wochen-Rhythmus Teil einer fremden Familie zu sein, und welche Spuren dies bei einem selbst und den Da- bzw. Dortgebliebenen hinterlässt. Aber sie fragt auch, wie es ist, jemand Fremdes in die Intimität der eigenen Familie zu lassen. Aber nicht nur das wichtige und komplexe Thema der 24-Stunden-Pflege wird hier beleuchtet, es wird auch über das Erzählte hinaus die Beziehung zwischen Österreich und der Slowakei dargestellt, die noch immer von einem gewissen Überheblichkeitsdenken und unterschiedlicher Finanzkraft geprägt ist. Ein empfehlenswertes Buch! |
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