Die Frauen hinter der Tür : Roman

Doyle, Roddy, 2025
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Exemplare gesamt 1
Exemplare verliehen 1 (voraussichtl. bis 28.03.2026)
Medienart Buch
ISBN 978-3-8337-4967-4
Verfasser Doyle, Roddy Wikipedia
Beteiligte Personen Längsfeld, Sabine [Übers.] Wikipedia
Systematik DR - Romane, Erzählungen,
Interessenskreis Moderne Unterhaltung
Verlag GOYA
Ort Hamburg
Jahr 2025
Umfang 317 S.
Altersbeschränkung keine
Auflage 1. Aufl.
Sprache deutsch
Verfasserangabe Roddy Doyle. Sabine Längsfeld
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Anita Ruckerbauer;
Faszinierendes Porträt einer Frau, die vor allem die Schattenseiten des Lebens kennengelernt hat. (DR)
Paula Spencer ist 66 Jahre alt. Sie ist Mutter, Großmutter und trockene Alkoholikerin. Um über die Runden zu kommen, arbeitet sie mit ihrer besten Freundin in einer Wäscherei, was ihr durchaus Spaß macht. Sie hat sporadisch Kontakt mit ihren Kindern und Enkel*innen, aber mehr will sie auch gar nicht. Doch eines Tages steht ihre Älteste Nicola vor der Tür. Ausgerechnet ihre Vorzeigetochter, unabhängig, beruflich erfolgreich, wohlhabend und mit scheinbar glücklicher Familie. Und Nicola erklärt, dass sie niemals zu dieser zurückkehren wird.
Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter ist schwierig, denn die Kinder mussten jahrelang mitansehen, wie Paula vom kriminellen Vater regelmäßig verprügelt wurde. Dass sie deshalb zur Alkoholikerin wurde und Nicola mehr oder weniger die Rolle der Mutter übernehmen musste, hat tiefsitzende Schuldgefühle bei Paula ausgelöst. In nicht immer einfachen Dialogen nähern sich die beiden Frauen allmählich an und Paula ist fest entschlossen, jetzt für Nicola die Mutter zu sein, die sie immer hatte sein wollen.
Paula ist kein einfacher Charakter, den man gleich ins Herz schließen kann. Zu tief sind ihre Verletzungen. Auch ihr ambivalentes Verhältnis zu ihren Kindern ist für viele Leser*innen nicht immer leicht zu verstehen. Aber Roddy Doyle beschreibt auch nicht das Leben einer Frau aus der gehobenen Bildungsschicht. Deshalb ist es sehr faszinierend zu lesen, wie der Autor sich in eine Frau wie Paula hineinversetzen kann. Und er tut es nicht zum ersten Mal: Bereits 1997 erschien »Die Frau, die gegen Türen lief«, 2008 folgte »Paula Spencer«.
Allerdings muss man diese beiden Bände nicht gelesen haben, um sich ein Bild von Paula, ihrem Umfeld und ihrer Vergangenheit machen zu können. Das schwierige Thema wird durch Anekdoten aus der Wäscherei, einem »Mädelstag« und dem Zusammenstoß mit einem radelnden Essenslieferanten aufgelockert.
Ein wirklich lesenswerter Roman, den man nicht so schnell vergessen wird.

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